Trasimeno-Bohnenplätzchen mit geschmortem Radicchio

Bohnenplätzchen

Die kleinen feinen Trasimeno-Böhnchen wurden bereits in der Antike von Etruskern und Römern angebaut. Jahrhundertelang war die bunte Trasimeno-Bohne mit der weichen Schale und den leicht süßlichen Kräuteraromen eine wichtige Proteinquelle für die einheimische Bevölkerung rund um den Trasimenischen See. Gesund und zugleich äußerst wohlschmeckend. Ihr Nachteil: Sie muss von Hand angebaut und über Wochen geerntet werden, denn die Pflanze bringt gleichzeitig Blüten und Früchte hervor. 1 Stunde braucht ein geübter Pflücker, um 1 kg Bohnen zu ernten. Deshalb stellten viele Landwirte auf ertragreichere Intensivkulturen um. Mit den hochgezüchteten Industriebohnen konnte die Trasimeno-Bohne wirtschaftlich nicht mithalten. Geschmacklich allerdings ist sie die ungekrönte Königin der Bohnen. Seit 2000 steht “La Fagiolina del Trasimeno” unter dem Schutz von Slow Food.
Zubereitungszeit: 30 Minuten / Ruhezeit: 1 Stunde
Rezept für 2–3 Personen

Blini mit Räucherlachs

Blini

Blintschiki nennen die Russen liebevoll die kleinen dicken Pfannkuchen aus Buchweizenmehl, die meist mit saurer Sahne und herzhaften oder süßen Beilagen gegessen werden. Traditionell werden Blini in einer gusseisernen Pfanne gebacken, die etwa so groß ist wie eine Untertasse. Sie sind wichtiger kulinarischer Bestandteil der russischen Fastnachtswoche. Mit ihrer runden Form und der goldenen Farbe symbolisieren sie die Sonne und sollen den langen Winter vertreiben. Übrigens: Anders als es der Name vermuten lässt, ist Buchweizen weder mit der Buche noch mit dem Weizen verwandt. Er ist ein Scheingetreide. Seinen deutschen Namen verdankt er der Tatsache, dass seine ungeschälten, braunen, dreikantigen Früchte aussehen wie kleine Bucheckern, die Nüsse der Buche. Sie können ähnlich wie Weizen gemahlen und verarbeitet werden.

Zubereitungszeit: 30 Minuten / Ruhezeit: 1 Stunde
Rezept für 2 Personen

Hokkaido-Auberginen-Lasagne

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Mit über 800 Sorten gilt der Kürbis, eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, als ein Symbol für die Vielseitigkeit der Natur. Im Bio-Anbau ist der 1–2 Kilogramm schwere Hokkaido besonders beliebt, denn seine dicke Schale macht ihn fast resistent gegen Schädlinge. Köche und Feinschmecker schätzen den kleinen Kürbis mit dem orangegelben, knackigen Fruchtfleisch nicht nur wegen seines aromatischen, nussigen Geschmacks, sondern auch, weil man seine Schale mitessen kann.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Rezept für 4 Personen

 

Süßer Flammkuchen

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Knusprig, saftig und hauchdünn. Flammkuchen, auch Flammekueche oder Tarte flambée genannt, sind eine alte Elsässer Tradition. Ursprünglich wurden die kleinen dünnen Teigfladen in den öffentlichen Backhäusern gebacken, um die Hitze der mit Holz befeuerten Öfen zu prüfen. Waren die “Flammkuchen” in 2–3 Minuten fertig, hatte der Ofen die richtige Temperatur zum Brotbacken. Die Liebe der Elsässer zu ihrem Flammkuchen ist bis heute ungebrochen. Rund ums Jahr werden sie in vielen Gasthöfen und Restaurants auf großen Holzbrettern serviert. Der Belag variiert je nach Region und Saison: Crème fraîche, Zwiebeln und Schinkenspeck (der Klassiker), Münster- oder Blauschimmelkäse und frische Waldpilze (der Herzhafte), Lachs, Ziegenkäse und Feigen (der Trendsetter) oder Apfel/Birne, Zucker und Zimt (der Süße).

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Rezept für 2 Personen

Schweinekotelett mit Graupenrisotto

Kotelett

Eine alte Küchenweisheit besagt: Am Knochen gebratenes Fleisch schmeckt am besten, denn die Knochen halten das Fleisch schön saftig. Der Grund dafür: Das Fleisch gart in diesem Bereich langsamer als am Rand und ist deshalb innen noch zart, wenn es außen schon knusprig ist und ein wenig trocken wird. Deshalb entfernt man bei Koteletts den Knochen erst nach dem Braten.
Ein bisschen Warenkunde: Graupen sind kleine, rundgeschliffene und polierte Gersten- oder Weizenkkörner. Sie werden von den nährstoffreichen Randschichten und dem fetthaltigen Keimling befreit, bis nur noch der stärkehaltige Mehlkörper übrig bleibt. Meist verwendet man sie als Einlage für Suppen und Eintöpfe oder anstelle von Reis für herzhafte oder süße Gerichte. Hier sind sie die Basis für einen leckeren Gemüserisotto, der auch ohne Kotelett ausgezeichnet schmeckt.
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Rezept für 2 Personen

Frittata mit Mönchsbart

Frittata_MönchsbartEiner der ersten kulinarischen Frühlingsboten von Italiens Küsten ist der Mönchsbart (Barba di Frate). Das Wildkraut mit den knackigen grünen Stielen, die optisch ein wenig an Schnittlauch erinnern, hat ein säuerlich-salzig-erdiges Aroma. Es schmeckt ungefähr wie eine Kreuzung aus Sauerampfer und Spinat mit einer Prise Meer. In Italien ist es eine beliebte Beilage zu Fischgerichten. Aber auch für Salate und Pastagerichte eignet sich der vitaminreiche Mönchsbart sehr gut. Die Saison ist kurz: Sie beginnt Mitte Februar und dauert nur sechs Wochen.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Rezept für 2 Personen