Geschmortes Ochsenschwanzragout

Ochsenschwanzragout
Ein richtiges Sonntagsessen: Geschmorter Ochsenschwanz. Während das Fleisch sanft vor sich hin schmort, ist genug Zeit für eine Sonntagsspaziergang oder einen Kaffeeplausch. Die Sauce macht sich fast von alleine, denn der Ochsenschwanz enthält Kollagen, einen Gallertstoff, der die Sauce bindet und ihr ein kräftiges Aroma verleiht.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Schmoren: ca. 2 Stunden
Rezept

Kartoffelsuppe mit Wurzelgemüse

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Keine andere Küche in Europa bietet eine so große regionale Vielzahl an Suppen wie die deutsche Küche. Während die Norddeutschen besonders gerne eine Hochzeitssuppe essen, begeistern sich die Bayern vor allem für Kartoffelsuppe. Über 100 Teller Suppe verzehrt jeder Deutsche pro Jahr – doch nur knapp die Hälfte davon werden noch selbst gekocht. Eigentlich schade, denn viele Suppen gelingen auch Kochanfängern mühelos. Mit den entsprechenden Zutaten vom Wochenmarkt sind sie außerdem eine preiswerte Hautmahlzeit, wie diese herzhafte Kartoffelsuppe, deren Gemüsezutaten sich problemlos den Jahreszeiten anpassen. In Süddeutschland und Österreich wird sie häufig mit frischem Bauernbrot serviert. Tipp: Ohne Würstl-Einlage schmeckt sie auch Vegetariern.

Zubereitungszeit: ca. 50 Minuten
Rezept für 4 Personen

Bananen Trifle

Trifle

Das Lieblingsdessert der englischen Küche. Schicht für Schicht purer Genuss. Traditionell besteht es aus Sahne, Obst und Biskuit, der mit Likör beträufelt wird. Wer es cremig und dennoch knusprig mag, ersetzt den Biskuit durch Kekse. Am besten eignet sich dafür Shortbread, kleines rundes oder rechteckiges Buttergebäck aus Weizen- und Reismehl, Butter und Rohrzucker, oft aufgepeppt mit Schokoladestückchen oder Ingwer. Am bekanntesten ist das schottische Walkers Shortbread. Der Gründer Joseph Walker eröffnete 1896 seine erste Bäckerei mit dem Ziel, das beste Shortbread der Welt zu backen. Ein Jahr verbrachte er jede freie Minute damit, sein Rezept zu perfektionieren. Wörtlich übersetzt bedeutet Trifle übrigens soviel wie Kleinigkeit oder Bagatelle. Ist es aber nicht – zumindest was Geschmack und Kalorien betrifft. Irgendwie schmeckt es wie die perfekte Mischung aus Kindergeburtstag, Sahneglück und süßer Sünde.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten / Kühlzeit: 1 Stunde
Rezept für 2 Personen

Gebratener Skrei mit Balsamico Linsen und Zucchini

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Mitte Januar beginnt die von Fischfreunden ungeduldig erwartete Skrei-Saison. Dieser Kabeljau wird nur von Januar bis April vor der norwegischen Küste gefangen. Der Skrei, wie der Winterkabeljau in Norwegen heißt, hat ein aromatisches, weißes, festes und dennoch zartes Fleisch. Schon zu Zeiten der Wikinger hat er Norwegen und seine Bewohner reich gemacht. Nicht nur deshalb begegnen die Norweger dem Wanderer (norwegisch: Skrei) mit besonderem Respekt. Mindestens fünf Jahre verbringt der Skrei in den arktisch-kalten, nährstoffreichen Gewässern der Barentsee, bevor er sich auf die Reise zu den Lofoten macht. Nach einer über 800 Kilometer langen Wanderung treffen jedes Jahr im Januar riesige Skrei-Schwärme an der norwegischen Küste ein, um dort zu laichen. Bis heute wird der Skrei hauptsächlich auf traditionelle Weise gefangen: mit Angeln, kleineren Netzen und Langleinen. Die Fangquoten sind streng reglementiert.
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Rezept für 4 Personen

Trasimeno-Bohnenplätzchen mit geschmortem Radicchio

Bohnenplätzchen

Die kleinen feinen Trasimeno-Böhnchen wurden bereits in der Antike von Etruskern und Römern angebaut. Jahrhundertelang war die bunte Trasimeno-Bohne mit der weichen Schale und den leicht süßlichen Kräuteraromen eine wichtige Proteinquelle für die einheimische Bevölkerung rund um den Trasimenischen See. Gesund und zugleich äußerst wohlschmeckend. Ihr Nachteil: Sie muss von Hand angebaut und über Wochen geerntet werden, denn die Pflanze bringt gleichzeitig Blüten und Früchte hervor. 1 Stunde braucht ein geübter Pflücker, um 1 kg Bohnen zu ernten. Deshalb stellten viele Landwirte auf ertragreichere Intensivkulturen um. Mit den hochgezüchteten Industriebohnen konnte die Trasimeno-Bohne wirtschaftlich nicht mithalten. Geschmacklich allerdings ist sie die ungekrönte Königin der Bohnen. Seit 2000 steht “La Fagiolina del Trasimeno” unter dem Schutz von Slow Food.
Zubereitungszeit: 30 Minuten / Ruhezeit: 1 Stunde
Rezept für 2–3 Personen

Hokkaido-Auberginen-Lasagne

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Mit über 800 Sorten gilt der Kürbis, eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt, als ein Symbol für die Vielseitigkeit der Natur. Im Bio-Anbau ist der 1–2 Kilogramm schwere Hokkaido besonders beliebt, denn seine dicke Schale macht ihn fast resistent gegen Schädlinge. Köche und Feinschmecker schätzen den kleinen Kürbis mit dem orangegelben, knackigen Fruchtfleisch nicht nur wegen seines aromatischen, nussigen Geschmacks, sondern auch, weil man seine Schale mitessen kann.

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Rezept für 4 Personen

 

Süßer Flammkuchen

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Knusprig, saftig und hauchdünn. Flammkuchen, auch Flammekueche oder Tarte flambée genannt, sind eine alte Elsässer Tradition. Ursprünglich wurden die kleinen dünnen Teigfladen in den öffentlichen Backhäusern gebacken, um die Hitze der mit Holz befeuerten Öfen zu prüfen. Waren die “Flammkuchen” in 2–3 Minuten fertig, hatte der Ofen die richtige Temperatur zum Brotbacken. Die Liebe der Elsässer zu ihrem Flammkuchen ist bis heute ungebrochen. Rund ums Jahr werden sie in vielen Gasthöfen und Restaurants auf großen Holzbrettern serviert. Der Belag variiert je nach Region und Saison: Crème fraîche, Zwiebeln und Schinkenspeck (der Klassiker), Münster- oder Blauschimmelkäse und frische Waldpilze (der Herzhafte), Lachs, Ziegenkäse und Feigen (der Trendsetter) oder Apfel/Birne, Zucker und Zimt (der Süße).

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Rezept für 2 Personen

Schweinekotelett mit Graupenrisotto

Kotelett

Eine alte Küchenweisheit besagt: Am Knochen gebratenes Fleisch schmeckt am besten, denn die Knochen halten das Fleisch schön saftig. Der Grund dafür: Das Fleisch gart in diesem Bereich langsamer als am Rand und ist deshalb innen noch zart, wenn es außen schon knusprig ist und ein wenig trocken wird. Deshalb entfernt man bei Koteletts den Knochen erst nach dem Braten.
Ein bisschen Warenkunde: Graupen sind kleine, rundgeschliffene und polierte Gersten- oder Weizenkkörner. Sie werden von den nährstoffreichen Randschichten und dem fetthaltigen Keimling befreit, bis nur noch der stärkehaltige Mehlkörper übrig bleibt. Meist verwendet man sie als Einlage für Suppen und Eintöpfe oder anstelle von Reis für herzhafte oder süße Gerichte. Hier sind sie die Basis für einen leckeren Gemüserisotto, der auch ohne Kotelett ausgezeichnet schmeckt.
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Rezept für 2 Personen